Kirchengemeinde Raila

Die Emmauskapelle Raila –
eine Gemeinde mit Teamgeist

Ein kleines Dorf, kein eigenes Gotteshaus und eine clevere Idee: Die Geschichte der Emmauskapelle in Raila klingt fast wie aus einem Film. Hier erfahren Sie, wie aus einer geplanten Friedhofshalle ein eigenes Gotteshaus wurde.
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Der lange Weg nach Kulm

Bis Ende der 1950er Jahre hieß es für die Railaerinnen und Railaer bei Wind und Wetter: auf nach Kulm. Ob Sonntagsgottesdienst, Taufe, Hochzeit oder Abschied – das kirchliche Leben fand damals in der dortigen Georgskirche statt.

In Raila selbst gab es bis dahin keine eigene Kirche. Und irgendwann waren sich alle einig: Das sollte und musste sich ändern.

Kirche Kulm

Klein, aber oho – das Bauwunder von 1960

Die ursprüngliche Idee der Gemeinde war ganz pragmatisch: Auf dem Friedhof sollte eine neue Trauerhalle gebaut werden. Doch beim Bauen bewiesen die Railaerinnen und Railaer eine gehörige Portion Kreativität – und dachten einfach ein wenig größer.

Das Ergebnis: Pünktlich zu Pfingsten 1960 stand auf dem Friedhof kein reiner Zweckbau, sondern eine eigenständige, charmante kleine Kirche – sogar mit Kirchturm. Die Emmauskapelle war geboren.

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Kunst und Klang im Kirchenschiff

Auch im Inneren hat die Emmauskapelle einiges zu bieten. Der Geraer Künstler Kurt Thümmler gestaltete den Innenraum. Sein Altarbild zeigt den besonderen Moment der Emmausgeschichte, in dem Jesus mit seinen Jüngern das Brot teilt und mit ihnen isst.

Für den passenden Klang sorgt eine Orgel der Traditionsfirma Sauer. Und auch die Glocken haben ihre eigene Geschichte: Die zwei Kirchenglocken, die heute über Raila zu hören sind, wurden damals von Landesbischof Mitzenheim persönlich gestiftet.

Eine kleine Kirche mit großer Bedeutung

Die Emmauskapelle zeigt bis heute, was gemeinsamer Wille, Zusammenhalt und Tatkraft bewirken können. Sie ist nicht nur ein Gotteshaus, sondern auch ein Zeichen dafür, wie viel eine Dorfgemeinschaft erreichen kann, wenn viele Menschen an einem Ziel mitbauen.

So ist in Raila aus einer praktischen Idee ein besonderer Ort des Glaubens, der Begegnung und der Gemeinschaft entstanden.

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