Die evangelische Kirche in Liebschütz gehörte um 1506 zu Pößneck, ab 1529 zu Neustadt/Orla – und schon damals war sie gut aufgestellt mit Pfarrer und Kaplan. Ein kleines Dorf, aber eine Kirche mit Bedeutung.
Dann kam 1819 ein „Ungewitter“, das seinem Namen alle Ehre machte: Die Kirche wurde schwer beschädigt und musste neu aufgebaut werden.
Doch Liebschütz ließ sich nicht unterkriegen – schon 1820 wurde sie wieder eingeweiht. Ein Jahr Wiederaufbau, viel Engagement, und das Gotteshaus stand wieder.
Im Inneren wartet ein echter Schatz: zehn Einzelfiguren aus der Saalfelder Schnitzschule, entstanden um 1520.
Kunst, die über 500 Jahre alt ist und heute noch beeindruckt. Hinter dem Kanzelaltar findet sich außerdem ein großes steinernes Epitaph von 1603 – ein Monument der Erinnerung.
Musikalisch wurde es 1825, als Georg Christoph Hofmann die Orgel baute – ein Name, der in der Region für Qualität steht.
Seit 1955 läuten drei Stahlgussglocken. Und 2020 feierte die Kirche schließlich ihre 200-jährige Wiederweihe – ein Jubiläum, das zeigt, wie lebendig Tradition sein kann.
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