Die Friesauer Wehrkirche hat gleich zwei Namensgeber: Der heilige Leonhard und der heilige Nikolaus teilen sich hier die Patenschaft. Und das schon ziemlich lange – denn die ersten Mauern entstanden um 1200, als fränkische Siedler in der Gegend Wurzeln schlugen und sich ein Gotteshaus bauten, das mehr war als nur ein Ort zum Beten: ein Stück Heimat.
Als der ursprüngliche Bau irgendwann zu eng wurde, wurde zwischen 1415 und 1440 der Altarraum geschaffen, der bis heute steht.
Das Langhaus wuchs später ebenfalls – nur der Turm blieb in der ursprünglichen Form erhalten. So entstand die markante Einschnürung zwischen Altarraum und Langhaus, die der Kirche ihren ganz eigenen Charakter verleiht.
Die Kanzel von 1687 ist ein echtes Highlight: kunstvoll – und mit einer Sanduhr, die bis heute daran erinnert, dass Predigten zwar wichtig sind, aber nicht ewig dauern müssen.
Und dann gibt es da noch einen wahren Schatz: den Abendmahlskelch von 1409. Er wird auch heute noch beim Abendmahl verwendet.
Vergoldet, reich verziert und gestiftet von Bürgermeister Färber, der damit seine Dankbarkeit zeigte, denn seine Tochter war wieder gesund geworden. Die Motive auf dem Kelch und auf dem Altar ähneln sich.
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